Indoeuropische sprachfamilie


18.01.2021 16:50
Indoeuropische Sprachfamilie
, dass von derartigen Proto- und Ursprachen nichts berliefert ist, sie sind also rein hypothetisch. Das Germanische bildet einen Zweig in der Geschichte der sogenannten indoeuropischen Sprachfamilie. Van der Sijs (2002) ). F, en X Das betrifft auch den schon bestehenden stimmlosen Frikativ s, der dann stimmhaft - z - wird. Eigentlich ist Ingwonisch keine eigene Sprache, es zeigt jedoch einige lautliche und grammatikalische Eigenarten auf, die sich entlang der Nordseekste verbreitet haben. Da die Indoeuroper den Kontakt untereinander verloren und durch den Einfluss der Substratsprachen der einheimischen Bevlkerung, entwickelten sich ab 1000. Der Stammbaum der germanischen Sprachen sieht aus wie folgt: (vgl.

Die erste oder die germanische Lautverschiebung Zwischen. Nur eine Handvoll Sprachen in Europa gehren nicht der indoeuropischen Sprachfamilie an: Finnisch, Laplndisch, Estnisch und Ungarisch bilden eine eigene Gruppe - die finno-ugrische Sprachfamilie. Die Sprachen in obenstehender bersicht sind miteinander verwandt und bilden zusammen die germanische Sprachfamilie. Soll so das Germanische entstanden sein. Makon wecchan mahhon wecken machen wekken maken Stimmlose Okklusive nach einem Vokal: Althochdeutsch Deutsch Niederlndisch p ff/f Osa. Der wichtigste Unterschied betrifft systematische Lautvernderungen, die unter dem Begriff germanische Lautverschiebung zusammengefasst werden. Die Endungen der Wrter wurde reduziert, obwohl genau sie morphologische Informationen beinhalteten (Kasus, Numerus, Person.). Aufgrund solcher bereinstimmungen und systematischer Korrespondenzen lsst sich schlieen, dass bestimmte Sprachen miteinander verwandt sind und auf eine gemeinsame Ursprache zurckgehen. Der bergang von ik zu ich ist die Vernderung, die sich am strksten, nmlich bis nach Limburg, durchsetzen konnte.

Zerfiel auch das Westgermanische. Das fhrte zu einer Vereinfachung der Paradigmen, ein Prozess der Deflexion heit. Der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft ist es gelungen, einige solcher regelmigen Lautkorrespondenzen zu finden, die als ' Lautgesetze ' beschrieben werden konnten. Substratwrter, die schon seit mehreren tausend Jahren bestehen. Die Lautverschiebung beinhaltet, dass eine Handvoll indoeuropischer Konsonanten systematisch anders ausgesprochen wurde. Van der Wal 1993: 46) Stimmlose Okklusive im 'Anlaut in der 'Geminatie' (Verdoppelung nach einem Konsonanten: Althochdeutsch Deutsch Niederlndisch p pf Got. Bestimmte Lautkombinationen und sog. Die hochdeutsche Lautverschiebung bis zur Benrather Linie (vgl. Das Baskische ist eine isolierte Sprache, von der kein einziger Verwandter entdeckt ist.

Man verwendet fr diese Kstenerscheinungen auch die Bezeichnung Ingwonisch oder Nordseegermanisch. Jh fand die zweite Lautverschiebung statt, die nicht so bedeutend fr die Entwicklung des Niederlndischen war, durch die sich jedoch die Unterschiede zwischen dem Niederlndischen und dem Deutschen erklren lassen. Lautgesetze zeigen regelmige Lautvernderungen, bei denen jedoch einige Ausnahmen bestehen. Dieser dynamische Akzent basierte auf der Intensitt: Die Anfangssilbe klingt lauter als die anderen. Ingwonismen Die Bezeichnung Ingwonisch geht auf die klassischen Geschichtsschreiber des. Durch die vernderte Aussprache kam es zu Vernderungen im ursprnglichen Lautsystem.

Ersatzdehnung, der Verlust des Nasals und die Dehnung des Vokals vor einem Frikativ. Ein zweiter Unterschied innerhalb des westgermanischen Sprachgebietes betrifft die sogenannten 'Kstenerscheinungen'. Ist is is andere Wurzel fr Personalpronomen er / ihn ihr hij / hem haar he / him her bergang von -ege- zu -ei- Segel zeil Sail Innerhalb des Westgermanischen nahm das Niederlndische.a. Plinius und Tacitus zurck, die drei westgermanische Stmme unterschieden: Hermionen, Istvonen und Ingvonen. Vernderten sich die Betonungsverhltnisse: Die sog. Diksmuide mouth Andere Beispiele von Ingwonismen im Niederlndischen: Deutsch Niederlndisch Englisch 't' fehlt in der. Die Sprachen, die die einheimische Bevlkerung vor der Invasion der Indoeuroper in Europa sprachen (sog.

Slpan offan slf(f)an offen schlafen open slapen t ss Osa. Im Germanischen lag der Akzent fest auf der ersten Silbe. Diese Verwandtschaft wurde erstmals 1786 von Sir William Jones festgestellt. Es ist allerdings kein berliefertes Material vorhanden, historische Sprachwissenschaftler konnten jedoch einige Formen der gemeinsamen Muttersprache der germanischen Sprachen, dem Protogermanischen rekonstruieren. Unterschiede zwischen den Sprachen sind oft nicht zufllig, sondern systematisch. Die germanische Lautverschiebung ist auch unter dem Begriff 'Grimmsches Gesetz' bekannt, da der deutsche Sprachwissenschaftler Jakob Grimm (1785-1863) diese 1822 beschrieb. Untenstehende bersicht fasst die Vernderungen zusammen: Indoeuropisch Germanisch Labiale Dentale Velare Labiale Dentale Velare Stimmlose Okklusive p t k Stimmlose Frikative f X Stimmhafte Okklusive b d g Stimmlose Okklusive p t k Stimmhafte aspirierte Okklusive bh.

Es gibt systematische Unterschiede zwischen Altenglisch, Altfriesisch und Altschsisch auf der einen und Althochdeutsch auf der anderen Seite. Die germanische Akzentverschiebung Das Indoeuropische kannte eine musikalische Betonung mit Unterschieden in der Tonhhe (wie auch das Chinesische). Besiedelte eine Gruppe Indoeuroper Norddeutschland, Dnemark und Sdschweden und vermischte sich mit der dort ansssigen einheimischen Bevlkerung. Nach der germanischen Lautverschiebung gab es noch weitere wichtige Entwicklungen, wodurch sich das Germanische von den anderen indoeuropischen Sprachen wegentwickelte. Die Vorgeschichte der germanischen Sprachfamilie und somit auch des Niederlndischen, ist Gegenstand der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft. Die Ingwonen wohnten entlang der Kste von Gallien bis Dnemark.

Vader, vater father fader fader far fair vier vier four fjouwer fyra fire fire fjrir vol voll full fol full fuld full fullur huis, haus house hs hus hus hus hs bruin braun brown brn. Der Zerfall des Germanischen Die nord- und west- germanischen Sprachen heute Karte: Hunef (.0 ) Durch die Migration der Germanen und lokale Einflsse zerfiel das Germanische in verschiedene Zweige, nmlich ins Nord-, Ost- und Westgermanische. Die lteste Phase der Geschichte des Niederlndischen im engeren Sinn beschreibt das Altniederlndische. Hochdeutsch ist das Deutsche der hher gelegenen Gebiete unterhalb der Linie Kln-Berlin; Niederdeutsch das des Unterlaufs der groen Flsse Rhein, Elbe, Weser und Ems. Rekonstruierte Wrter werden in der Sprachwissenschaft mit einem sog. Die Dialekte nrdlich der Benrather Linie behielten ihre ursprnglichen Konsonanten. Settian ziohan setzen ziehen setzen trekken zetten k kch/ch Osa.

Ein bekannter Ingwonismus ist die sog. Appel pfunt apfuli Pfund Apfel pond appel t (t)s Got. Germanische Akzentverschiebung hatte einschneidende Folgen fr die weitere Entwicklung der germanischen Sprachen. Water fuoz wazzar Fu Wasser voet water k ch Osa. Der Hauptakzent kann auf unterschiedlichen Silben eines Wortes liegen. Die wichtigste Vernderung betraf die germanischen stimmlosen Okklusive.

Durch die Ingwonismen knnen einige Unterschiede zwischen Englisch und Friesisch (die viele ingwonische Merkmale aufweisen dem stlich gelegenen Deutsch (in dem es keine Ingwonismen gibt) und dem dazwischen liegenden Niederlndisch, das ein bergangsgebiet bildet, aufgezeigt werden. Der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft ist es sogar gelungen, mithilfe von Vergleichen lterer Sprachstadien eine gemeinsame Protosprache (einen 'Vorfahren fr die meisten europischen und indischen Sprachen zu rekonstruieren: das Protoindoeuropische (frher 'Indogermanisch' genannt). Dabeiwird folgende Methode angewandt: regelmige Lautkorrespondenzen bei Wrtern des zentralen Wortschatzes werden untersucht. Folgende bersicht liefert Beispiele solcher Lautkorrespondenzen: Das friesische, wort fr 'Vater' heit weicht von diesen Lautkorrespondzen. Das Indoeuropische ist die Sprache, die die Indoeuroper mit nach Europa brachten, als sie sich zwischen. Folgende bersicht zeigt die verschiedenen Zweige.

Das Germanische unterscheidet sich in einigen Punkten systematisch von den anderen indoeuropischen Sprachen. Dadurch verstumpften die vollen Vokale am Wortende zu Schwas. Hier kann man mehr Informationen ber die Sprachgeschichte des Deutschen finden. Germanisch Deutsch Niederlndisch Englisch Friesisch *fimfe fnf vijf five fiif *mun mund mond, Dendermonde -muide,.B. Diese Entwicklung zog sich ber Jahrhunderte hinweg und war wahrscheinlich um das. Auch die germanischen Sprachen sind ihrerseits mit anderen Sprachen verwandt. Durch die genannten Entwicklungen und Merkmale einen eigenen Platz ein. Die zweite oder hochdeutsche Lautverschiebung Die zweite Lautverschiebung begann im Sden des deutschen Sprachraums und breitete sich Richtung Norden bis zur sog. Aus Sdrussland Richtung Norden und Westen ausbreiteten. Er stellte fest, dass die stimmlosen Frikative, die durch die germanische Lautverschiebung entstanden waren, unter bestimmten Betonungsverhltnissen (wenn der Hauptakzent nicht auf die unmittelbar vorhergehenden Silbe fllt) stimmhaft wurden.

Der niederlndische Laut y - geschrieben ui - korrespondiert in den genannten Beispielen systematisch mit einem au im Deutschen. August Schleicher (1821-1868) entwickelte das Stammbaummodell, das spter von dem 1872 von Johannes Schmidt entwickelten Wellenmodell Konkurrenz bekam. Van Bree (1996) Einige niederlndische Wrter, die bereits seit mehreren tausend Jahren bestehen, sind appel (Apfel), drank (Getrnk) en dom (Dom). Ziel dieses Zweiges der Sprachwissenschaft ist es, Sprachverwandtschaften aufzuzeigen und. Die Vernderungen werden nachfolgend kurz illustriert. Bok ih buoh ich Buch ik boek Das westgermanische Sprachgebiet wurde durch die hochdeutsche Lautverschiebung in zwei Teile geteilt: den sdlichen hochdeutschen Teil, und den nrdlichen niederdeutschen und niederlndischen Teil, der diese Lautverschiebung nicht mitmachte. Die Hypothesen ber diese Substratsprachen sind gegenstzlich: Es knnten noch berbleibsel von ihnen im Indoeuropischen beinhaltet sein,.B.

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